Bergkamen

Bergkamen 10.06. - 11.06.2006 

Bergkamen – die Welt zu Gast bei Freunden…
Die Schiris waren es an diesem Wochenende leider nicht, aber dafür de Sierra Sombreros für unsere Juli!

17 Uhr war Treffpunkt in Bergkamen angesetzt!
16 Uhr Bochum: Nin, Maxi und Marc fahren los, kommen pünktlich an und bauen schon mal die Zeltlandschaft auf.
16 Uhr auf der Autobahn Höhe Wermelskirchen: Uschi und Susi hören ein Geräusch und suchen die Scheibe nach einem Steinschlag ab, vergessen dabei aber den Verkehr zu beobachten, so dass Susi mit einer Vollbremsung gerade noch rechtzeitig zum Stehen kam. Schock für die Mitfahrer Chrissi, Marco und Inge.
16 Uhr Solingen/Düsseldorf: Juli macht sich so langsam bereit, Nici sitzt noch im Büro. Die beiden schaffen es nicht um 17 Uhr und wollen später dazu stoßen.

So gegen 18 Uhr war dann alles aufgebaut und wir machten uns auf zum 80 Grad heißen Bundeswehrzelt, in dem man das Eröffnungsspiel der WM verfolgen konnte. Jeder deckte sich mit 100 – 140 Bons ein, die uns noch das ganze Wochenende verfolgten, ein. Aber eigentlich hatten wir recht wenig bezahlt und bekamen am Ende sogar noch das Geld für die überschüssigen Bons wieder, also eigentlich haben wir fast Plus gemacht! Nach dem Spiel ging es dann zurück zu unserem selbstkühlenden Fass. Als neuen Friend in unserer Runde begrüßten wir auch Cordi alias C.G., der übrigens auch noch eine Sandteufel-Friends-Taufe blüht, so wie sie sich unser neues Sandteufel-Mitglied Maxi an diesem Abend über sich ergehen lassen musste. Kurze Absprache zwischen Nin und Susi bei schon entsprechendem Pegel, Nin: „Sach ma, Susi, was hälst du davon, wenn wir die Maxi jetzt taufen lassen, mussten wir doch alle machen J“. Susi: „Gute Idee, was hast du vor?“ Nin: „Wir nehmen alle einen Schluck Schnaps in den Mund und „übergeben“ ihn der Maxi.“ Susi: „Okay, machen wir, los alle unter den Pavillon.“ Nin: „Aber es war nicht meine Idee, ne!“ So versammelten sich alle Sandteufel unterm Pavillon, jeder griff sich Wodka oder Malibu und nahm einen kräftigen Schluck. Maxi kniet in der Mitte und wartete würgend darauf, dass alles endlich ein Ende nahm. Jetzt ist sie ein richtiger Sandteufel!!! Nachdem die ersten dann schlapp machten, machte der harte Kern es sich noch mal am Bierwagen gemütlich. Uschi witterte schon wieder ihre Chance und klettert auch rauf, wurde dann aber hochkantig vom Wagen geworfen. Langweilig! Aber weiter ging es, man tanzte, sang den Rundgesang und so allmählich löst sich die Gruppe dann doch auf und man ging zu Bett.

Nächster Morgen – 10.00 Uhr Anpfiff gegen eine bis dato unbekannte Mannschaft aus Husen (oder so?!). 1. Halbzeit eindeutig für uns, in der 2. fehlte uns dann die Kondition. Aber hey, im Penalty sind wir mittlerweile richtig gut J und konnten doch noch gewinnen. Danach gab es Frühstück! Gott sei Dank haben wir nicht auf Juli´s Kumpel aus Wuppertal gewartet, der eigentlich Brötchen mitbringen sollte, aber aufgrund einer Grillparty am Abend zuvor verschlafen hatte. Wir hatten unseren eigenen Bringdienst, Cordi und Chibby. Maxi hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve und konnte sich unsere Gespräche über Wodka, Polar und Malibu bei der Sandteufel-Taufe nicht mit anhören, essen konnte sie schon mal gar nicht und so nahm sie lieber zum zweiten mal eine kalte Dusche in der Hoffnung, dass es ihr danach besser ginge. Unsere Inge sah das ganze ähnlich, knabberte ein bisschen an ihrem Brötchen rum und entschied sich dann aber doch sich in den Schatten zu legen und noch mal die Äuglein zu schließen. Bis zum nächsten Spiel um 13.30 Uhr hatten wir ja auch noch Zeit. Der Rest hingegen war schon wieder bereit für ein kühles Kölsch oder Drecksack aus unserem Fass.

Nächstes Spiel fand wieder gegen eine Bergkamener Mannschaft statt namens
Beach Bunnies. Durchschnittsalter 13! Wir (Durchschnittsalter 10 Jahre älter, wozu Nici einen großen Beitrag leistet) konnten uns den Sieg natürlich nicht nehmen lassen. Mit diesem Sieg war uns der Einzug ins Viertelfinale schon sicher.
Als letztes Spiel hatten wir nun den wirklich ersten ernstzunehmenden Gegner, die Bumblebees – und ab diesem Spiel verfolgten uns dann auch der Schotten-Feuerwehrmann-Schiri samt dem 6-Köpfigen Schiedsgericht, die es trotz zahlreicher Besetzung einfach nicht schafften die richtige Anzahl an Punkten weiterzublättern, die der Schiri vorgab, mal ganz davon abzusehen, dass es total Bullshit war, was dieser Schiri angezeigt hatte. Man hatte das Gefühl, er wusste nicht, was ein Kempa war und gab dementsprechend auch immer nur einen Punkt, dafür aber bei einem einfachen Tor manchmal auch 2 Punkte. Er hatte sich sicher mal gehört, dass es beim Beachhandball für „irgendwelche“ Aktionen auch 2 Punkte gab. Zusätzlich wusste das Schiedsgericht dann auch nicht für welche Mannschaft nun die Punkte galten, die der Schiri angezeigt hatte, so war es ein munteres Hin- und Herwürfeln und wir hatten mehr Zeit damit verbracht den Spielstand zu beobachten und uns über den Schiri aufzuregen, so dass wir dieses Spiel leider nicht gewannen. Egal, Gruppenzweiter, also weiter!

Nun musste aber erstmal der GROßE Hunger gestillt werden, so bestellten wir uns Pizzen direkt zwischen Platz 1 und 2, damit wir auch nichts verpassten. Ach ja, die Gießkanne war mittlerweile auch wieder ins Spiel gekommen, und wurde so ca. 3mal an diesem frühen Abend gefüllt mit Wodka-Kirschsaft, Wodka-Red Bull und Jägermeister – Red Bull. Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle schon mal Nils alias Rattenjunge, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wie die Party an diesem Abend für ihn enden sollte – dazu später mehr.

So, jetzt endlich mal unter die Duschen, noch ein bisschen was vor den Zelten getrunken und dann auf zur Party. Maxi, Marc, Chibby, Nin, Cordi = ABKNICKER!!
Sie entschieden sich fürs Bett, so dass der Rest allein loszog. Allerdings kamen uns schon die Xuxu-Mädels entgegen und berichteten, dass auf der Party noch nichts los sei. Was machen? Wieder zurück zum Zelt oder einfach mal den Anfang wagen? Wir nahmen Kalle mit und gingen auf die Party! Tatsächlich nichts los. Nici nutzte die Gelegenheit und ging auch schlafen, kurze Zeit später ging auch Juli. Aber Juli ist unterwegs ihren guten Freunden, 2 Jungs der De Sierra Sombreros, begegnet und gesellte sich zu ihnen. Die spielten „Schnick-Schnack-Schnuck um sie“ und dann kam auch irgendwie wieder unsere Dagmar aus Köln ins Spiel. Erzähl doch noch mal, Juli, wie war das??? J
Der Rest aber feierte weiter mit Treiber und Rattenjunge, wobei Treiber, dem absolut nichts peinlich ist, den Vogel abschoss. Mit seinem Schwert quatschte er einfach irgendwelche Leute an, vorzugsweise Mädels, steckte sich das Schwert zwischen die Kimme, dann in seine Nase und Ohren und streichelte dann damit irgendwelchen Mötern durchs Gesicht. Na lecker! Auch kühlte er seine geballte Männlichkeit mit einem Eiswürfel und warf diesen dann in die Menge und traf natürlich ein Mädel mitten ins Gesicht. Er babbelte auch den ganzen Abend von Intimitäten mit Susi, die auch freundlicherweise (aber nur fürs Foto!) mit ihm und seinem leuchtenden Schwert tanzte. Aber nicht, dass es falsch rüber kommt, Treiber ist einfach wirklich der geilste Typ, vor allem weil er auf dieser öden Party die Stimmung rettete.
Mit einigen kölschen Lieder und einer Polonese wurde die Party dann beendet und man machte sich auf den Weg zu den Zelten. Aber da war doch was!? Traditionsgemäß brauchten wir wieder einen Flitzer, doch Koschi war ja nun dieses Jahr nicht da. Kalle vonne Xuxus weigerte sich trotz Anfeuerung seiner Freundin und so kam Rattenjunge wieder ins Spiel. Inge opferte sich und zog ihn aus, denn nur unter dieser Vorraussetzung wollte er flitzen. Danach lief er die ganze Straße entlang, machte kurz Halt am Buchsbaum und pinkelte, und kam dann wieder. Die Klamotten waren danach natürlich versteckt und so flüchtete er in einen Kleinbus, der für ihn glücklicherweise offen stand. Wir wollten dann aber auch nicht so fies sein und gaben ihm die Klamotten zurück. Er stand also in der Tür und wollte sich wieder anziehen, da erschien unserem Marco wohl ein Teufel auf der rechten Schulter und sagte: „Tritt mit voller Gewalt die Schiebetür des Busses zu, ist bestimmt ein toller Spaß!“ Marco ließ sich das nicht zweimal sagen, schlich sich von der Seite an den Bus und trat mit aller Kraft zu. Er hatte wohl vergessen, dass Rattenjunge noch in der Tür stand und so erwischte die Tür ihn direkt am Kopf, Schläfe, Auge, …. Das Auge schwoll direkt zu, es blutete. Ganz groß, Marco! Rattenjungens Teuto Titanen wollten ihn noch ins Krankenhaus bringen, aber Ratten fühlen keinen Schmerz. Kalle war auch schon am quengeln und wollte ins Bett, so brachen wir dann alle auf.
Am Eisstand entdeckten wir dann 2 Jungs, die in einer etwas zweideutigen Haltung über der Theke lagen und wir näherten uns vorsichtig, um mal nach dem Rechten zu schauen. Freunde dieser beiden waren bereits auch schon im Anmarsch und wollten das Spektakel fotografieren: dabei waren die zwei Buben ganz einfach und friedlich am Schlafen – übereinander halt, im Stehen! Auch auf Inges rechter Schulter erschien zu diesem Zeitpunkt ein Teufel…sie ging dort hin, holte aus und verpasste dem Armen eine gepfefferte Ohrlasche, der daraufhin wach wurde und Inge suchte nur noch das Weite!
Schon im Zelt liegend vernahm Uschi dann noch mal Inges Stimme: „Uschi?“ Keine Reaktion von Uschi. Inge noch mal: „Uschi? Komm mal bitte?“ Aber wieder keine Reaktion von Uschi. Manche Sachen erledigen sich eben einfach von allein und Inge rief tatsächlich nicht mehr nach ihrem Namen. Aber was spielte sich in Inges und Chrissis Zelt ab? Also nachdem Rattenjunge sich offensichtlich wieder angezogen hatte, machte er sich auf den Weg zu den Zelten und sprang einfach ins Zelt der beiden. Gut zureden half aber nix, Rattenjunge wollte einfach nicht gehen. Als Rattenjunge dann das ganze übertrieb und sich auf unsere Inge legte und Chrissis mit den Worten: „Lass das, sie will das nicht J“ nichts bewirken konnte, rief Inge nach Uschi – und schon verschwand Rattenjunge. Ganz schön Respekt einflößend unsere Uschi!!! Dann war aber endlich Ruhe und alle schlummerten brav in ihren Zelten.

Sonntag – 11. Uhr – Viertelfinale! Gegen wen? Sandsieball! Nachdem wir auf unserem eigenen Turnier das Spiel um Platz 3 gegen sie verloren, hieß es für uns: Alles geben! Nachdem der Schiri wieder mal ein einfaches Tor mit zwei Punkten gewertet hatte und das Schiedsgericht 1 Punkt Sandsieballs anstatt uns gegeben hatte, verloren wir die erste Halbzeit mit 7:5! Marco und Chibby waren von draußen kaum zu halten und regten sich über die mangelnde Kompetenz aller Beteiligten auf. Aber bei wem sollte man sich beschweren, fragte Chibby bereits zum 5ten mal. Immerhin waren diese Menschen alles Bergkamener! Egal, die 2. Halbzeit holten wir uns und so kam es dann zum Penalty! Werfer: Inge, Nici, Maxi, Nin und Chrissi! Pass von Nin an Inge, zu weit! Sandsieball trifft. Dann Nici, verwirft! Sandsieball trifft. Maxi verwirft. Juli hält den nächsten. Chrissi, Pirouette, trifft, große Freude! Sandsieball versucht ebenfalls eine Pirouette, verwirft. Nin trifft – Halbfinale! Chrissi unser Retter in der Not – es gibt einen Handballgott!
Nun gingen wir die ganze Zeit davon aus, dass Bumblebees wieder unsere Gegner werden sollten und stellten uns eventuell auf einen 3. oder 4. Platz ein, obwohl Nin ja eigentlich schon geträumt hatte, dass wir im Halbfinale die Bumblebees besiegen. Umso größer die Freunde als durch die Lautsprecher ertönte: auf Platz 2 machen sich nun bitte die Sandteufel und die I-Tussen bereit. I-Tussen? Das sind doch 40 Jahre alte Frauen, die müssen wir schlagen. Die erste Halbzeit war auch wieder super (abgesehen natürlich wieder mal von der Schiri- und Schiedsgerichtleistung), doch in der zweiten Hälfe war dann irgendwie der Wurm drin. Marco stand mittlerweile als 7. Mitglied ebenfalls beim Schiedsgericht, da nach einem kleinen Windstoß der Spielstand wieder umgeblättert war und natürlich weder Schiri noch Schiedsgericht sich an den genauen Spielstand erinnern konnten. Doch zum Glück war Marco da und regelte nun alles, doch leider half nichts, wir verloren die 2. Halbzeit. Wieder Penalty. Und nun hatten alle ein „Déja vue“: Gleiche Aufstellung, mit einer kleinen Veränderung, Nin gab diesmal 2 schlechte Pässe, Nici traf glücklicherweise, obwohl der Torwart noch dran. Chrissi vermasselte ihre Pirouette diesmal, aber dafür traf Nin – FINALE!!!!

Nun ließen wir alles locker angehen, denn unsere Gegner hießen Sandgirls. Mit einer gar nicht so schlechten Halbzeit und nur 6:10 Punkten gegen uns, wurden wir in der 2. Halbzeit mit 14:4 abgezockt und gaben uns gerne geschlagen!
Nun warteten wir noch ellenlang in der Hitze und mit Sonnenbrand an allen Stellen auf die Siegerehrung und gewannen unseren 1., sehr hübschen, Pokal.
Nun aber zum nächsten Übel: Zelte abbauen, es waren ja nur 30 Grad im Schatten und 100 Grad in den Zelten, aber was half es!? Danach fix unter die Dusche und endlich konnte zum ersten Mal in dieser Saison die Tradition fortgeführt werden und wir machten einen Abstecher beim MC´s! Hmmmm!

Ein großer und wichtiger Schritt Richtung Cuxi war somit getan und am kommenden Freitag geht es natürlich weiter im benachbarten Leverkusen!
Bis dahin…Dr. Motte!