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Turnier in Hamburg oder „Da fahren wir nicht mehr hin…!“
An diesem Wochenende sollte es für uns das erste Mal nach Hamburg zum Turnier der Dönerchefs gehen. Durch begeisterte Erzählungen der Wild Things im letzten Jahr, als auch die Tatsache vor Ort das größte Erlebnisbad Deutschlands zu haben, ließen uns am Freitag zu sehr unterschiedlichen Zeiten aufbrechen. In getrennten Autos – da der Bully eigentlich reserviert sein sollte – brachen Nici, Chibby und Juli bereits um zehn Uhr auf. Um halb zwölf folgten Nin, Chrissi, Maxi und Marc und die Nachhut bildeten Susi, Uschi, Inge Müller und das Kölsch-Fässchen. Hier eine kurze Erzählung aus den jeweiligen Autos:
11:00 Uhr in Köln-Flittard, Eduard-Frantzen-Str.
Als Maxi und Marc überpünktlich bei Nin um 10:45 Uhr ankamen, bedurfte es wieder einmal einigen Verstauungskünsten, um alles unter zu bekommen. Letzten Endes verzichtete Nin auf Ihre Wolldecke, damit M&M nicht auch noch bei 40 Grad die Decke unter sich hatten. „Wird ja warm am Wochenende…“ Denkste! Aber dazu später! Mit etwas Verzögerung lief man bei Chrissi ein, die sich freundlicherweise aus der Wohnung bitten ließ! Nun noch schnell tanken, und ab auf die Autobahn. Schnell wurde klar, dass wir an Hattingen quasi vorbei müssen und so M&M auch durchaus hätten einsammeln können. Aber gut, nächstes Mal. Mit an Bord war auch das neue Navi von Maxi, mit dem wir zuversichtlich den Weg nach Hamburg finden sollten. Vorsichtshalber schalteten wir auch den Staumelder ein. Was ein Fehler!! Denn jedes Mal kurz bevor wir die Autobahnen wechseln wollten quatsche uns die Lady zu: „Die Route wird aufgrund der aktuellen Verkehrslage neu berechnet“ und Nin hatte ihre liebe Mühe schnell zu entscheiden, wohin denn nun zu fahren sei. Resultat: das Navi lenkte uns geradezu in einen 17 km langen Stau! Danke hierfür. Die Fahrt über, die immerhin 5 ½ Stunden dauerte, verkürzten wir uns die Zeit mit „Trivial Persuite“ und Wer wird Millionär. Gewonnen hat niemand, der Besatzung fehlte einfach die nötige Allgemeinbildung. Die letzte halbe Stunde allerdings war eine reine Tortur: Immer noch auf der A 7 – neuer Stau vorm Tunnel – rutschte Marc zunehmend nervöser auf der Rückbank hin und her, Chrissi stieß Gebete zum Himmel, wir mögen doch endlich ankommen, aus, Maxi sagte vor lauter Angst keinen Ton mehr und Nin schaltete die Klimaanlage hoch, so sehr fing sie an zu schwitzen, denn: um 17 Uhr war Anpfiff zum WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien. Schließlich sind wir doch extra so früh losgefahren. Werden wir es noch schaffen? – WIR HABEN ES GESCHAFFT, leider nicht zur Nationalhymne, aber zum Anpfiff!
17 Uhr Köln-Flittard, Am Feldrain:
Leider konnten Susi, Uschi und Susi nicht vorher in Hamburg eintreffen, so dass das Deutschlandspiel im Auto verfolgt werden musste. Aber alles kein Problem, schließlich hatte Susi ja einen kleinen, sehr kleinen Fernseher von zu Hause mitgebracht, worauf man bestimmt das Spiel gucken könnte. Noch in Köln deckten sich Uschi und Inge mit Bier ein und um kurz vor fünf wurde der Fernseher eingestellt. Man setzte sich so hin, dass man alles sehen konnte. 17 Uhr die Nationalhymne fängt an, Susi und Uschi singen lauthals mit, Anpfiff......Bild weg. Hä was ist den jetzt los? Es war ihnen nicht vergönnt, leider spielten die Batterien nicht mit. Und nun? Schnell zum nächsten Rastplatz Batterien kaufen. Toll, der Erste hatte natürlich keine, ab zum Nächsten. Hier hätte man welche kaufen können, aber sorry, vier Batterien für über fünf Euro, nein danke - da hören wir lieber Radio. Schnell zurück ins Auto, Radiosender gesucht.......Mensch Kinder, ihr könnt euch nicht vorstellen wie spannend das am Radio ist. Es wurde gezittert und gebannt - aber dann das 1:0 für Argentinien. So ein Mist, und nun? Es wurde weiter gehofft, dabei wäre man dem Kommentator am Liebsten ins Gesicht gesprungen! Dieser redete nämlich die ganze Zeit nur davon, dass Argentinien schon im Halbfinale stehe. Aber dann endlich das befreiende Tor, gerne wäre man aufgesprungen, hätte sich umarmt und gefreut aber man war im Auto gefangen. Okay weiter hoffen, ab in die Verlängerung... Leider passierte hier ja nicht viel und so träumte man weiter vom Halbfinale... Auf der Autobahn konnte man genau sehen wie gespannt alle Autofahrer auf das Radio schauten. Und nun Elfmeterschießen, die Spannung im Auto war nicht mehr auszuhalten. Lehmann hält und hält noch einen… die Deutschen treffen alle!!! Ja!!!! Geschafft, wir sind im Halbfinale! In jedem Auto wurde gejubelt, die Faust nach vorne gestreckt und sogar der Drängler, der schon Susi auf sich aufmerksam machte, bremste ab und jubelte. Uschi zur Inge: „Los Inge, trink mal was schneller, das muss gefeiert werden, mach die nächste Flasche auf.“
Gut, zurück nach Hamburg. Gleichzeitig mit dem Wagen Nr. 2 traf die GANZE Mannschaft der Wild Things ein. Immerhin Marco, Micha, Pascal und Kalla hatten sich entschlossen am Turnier teilzunehmen. Im kurzen Sprint zum entfernten Bierzelt und erst mal eine Runde Becks Gold. Maxi war die Erste und kaufte 4 Flaschen = 10 Euro. Nach dem halben Bier und der Überlegung, was wir als nächstes trinken wollen, fiel auf, dass es ein Angebot für 5 Becks Gold gab: auch für 10 Euro. Nix wie hin, reklamiert und ne 5. Flasche bekommen! Da das nicht wirklich unser Geschmack war, stieg man um auf Jever Lime (mit Limette!) um, welches auch als ständiger Begleiter fürs Turnier fungieren sollte.
Übers Spiel braucht man nicht viel zu sagen – hat ja fast jeder gesehen (´ne Wagen Nr.3?!) das Elfmeterschießen bzw. vielmehr der Ausgang ließ uns toben, schreien, jubeln und einander in die Arme fallen.
Anschließend begann das FUN-Turnier, zudem sich die Wild Things angemeldet hatten. Marc wurde kurzerhand noch eingekauft (Turnier- und Mannschaftsschlampe, Marc!! Bist ja schon wie der Marco letzte Saison J ) und auch André von dem Beach-Referee-Team Krefeld. In dieser Konstellation gewannen die Wild Things beide Vorrundenspiele am Freitagabend und wir konnten endlich zum Zeltplatz unser Lager aufschlagen. Wagen Nr. 3 war auch mittlerweile da und ab ging es auf den Acker! Kniehohes Gras und Heu machten den Zeltaufbau nicht nur schwierig, sondern boten auch nicht wirklich angenehmes Ambiente. Der Grill wurde entfacht und Nin sprang die ganze Zeit ängstlich vor Susi (alias die Grillanzünderin) hin und her, Sorge, dass die Flammen auf das Heu überspringen könnten und den gesamten Zeltplatz abfackeln könnten. Schlussendlich ging alles gut, es konnte gegrillt und gegessen werden. Das Fass wurde angeschlagen, der Wodka geöffnet, und: das Wetter schlug um. Nein, es regnete nicht, aber es war auf einmal so kalt, dass alle Sandteufel so viele Klamotten anzogen, wie sie nur mit hatte. Die Stühle und Zelte wurden klamm und dunkel wurde es auch. Für das Wetter hatte Marco aber eine Erklärung: „ Hier in Hamburg ist es nämlich immer 4 C° kälter als bei uns!!“ Mit Getränken und Gießkanne bewaffnet schritten wir zum Partyzelt, denn auch hier wieder wurde nur Gutes von Seiten der Wild Things berichtet. Resultat: Keine Party, Micha sang Karaoke (haste wirklich juut jemacht, Micha!) und wir würfelten Mäxchen. Die Wodkaflasche mussten wir draußen lassen (Chrissi wurde der verbotenen Einfuhr von eigenen Getränken von der Security überführt) aber mit der Gießkanne kamen wir durch ;). Später wurde allgemein noch getanzt, die Runde Mäxchen erweiterte sich noch um 5-7 Spieler bis zwischen 3 und 4 Uhr alle zu den Zelten gegangen sind. Zeitvertreib von 3-8 Uhr einer Betroffenen: Scheiß kalt. Total dunkel. Ich kroch ins Zelt und suchte nach meinen Oropax. Gefunden, Gott sei Dank. Ab in den Schlafsack – feucht. Zelt: feucht. Aufgrund der hohen LuMa stieß ich ständig an das feuchte Zelt. Endlich, einschlafen. Mist, dringendes Bedürfnis zum Dixi-Klo. Zelt auf, draußen hell. Ca. 6 Uhr, zwei Jungs stehen vor unserem Zelt: „ Hi. Dürfen wir Dein Zelt mieten? Nur für ein- zwei Stunden Schlaf!“ „Nein, ich will selbst pennen, muss nur kurz zum Klo!“ „Dürfen wir kurz reinschauen, ob unser Kumpel dort liegt?“ „Nein, da liegt nur meine Freundin und schläft!“ „Ja, aber wir haben ihn auf der Reeperbahn verloren und suchen den. Wir glauben, der war hier. So ein kleiner Mann mit blonden, aber wenigen Haaren.“ „ Nie gesehen, war auch nicht hier!“ „Dann noch gute Nacht.“ „Euch auch.“ Nun wird’s Zeit, ich muss dringend. Kurz vorm Dixi-Klo schreit jemand meinen Namen. Trage keine Brille, die Augen voller Schlaf versuche ich zu erkennen, wer da so blöd rumschreit: KOSCHI! Auch mittlerweile da. Zugegeben etwas genervt vertröste ich ihn auf später, renne zurück ins Zelt, prügele mich zitternd in den Schlaf, um gegen kurz vor 8 Uhr mit einem Anfall von Ersticken vor Hitze und konzentrierter Luftfeuchtigkeit im Zelt wieder wach zu werden. Entsetzliche Nacht!!! Und immer noch 4 Grad kälter als in Köln…..
Samstagmorgen 8.15 Uhr: geschlossen sitzen die Sandteufel Köln mit Dusch- und Badezeug bewaffnet am Frühstückstisch und lassen sich das vom Veranstalter servierte Frühstück schmecken („Ey, packt ein paar Müsliriegel mehr ein, und Jogurths will ich auch, bin doch Azubi und lebe allein. Hab kein Geld…“). Mal abgesehen von dem Multisaftkonzentrat hat alles geschmeckt, gut gelaunt und frisch gingen wir ins ARRIBA Erlebnisbad. Das erste Erlebnis war: wir waren die ersten und einzigen, zumindest bis 9 Uhr. Das zweite Erlebnis war, dass Susi seltsamerweise und trotz dass wir die Einzigen waren, ekelhaften Auswurf auf dem hinteren Teil ihres Bikinis hatte. Pfui. Beim Rutschen kamen wir so richtig in Fahrt, bevor wir uns verdient auf die Liegen legten. Nein, nein, wir sind schon zum Beachen nach Hamburg gefahren, nur sollte der sportliche Teil des WE erst um 14:30 Uhr für uns beginnen. Konnte ja nun keiner ahnen, dass wir mal nicht das 1. Spiel haben und vor allem nicht so lange schlafen, wenn wir können. Während wir uns also im Schwimmbad vergnügten, schossen sich die Wild Things – mittlerweile noch einmal um zwei wichtige Spieler (Koschi&Moritz) erweitert – ins Viertelfinale. Nach einem erfolgreichem Einkauf im Herold Einkaufscenter (mann, war das peinlich) betrat man gegen 15 Uhr das erste Mal den heiligen Sand und spielte das erste Vorrundenspiel gegen die Flying Kangoroos aus Berlin. Hm, um es kurz zu machen, wir verloren zu Recht mit 2:0, was natürlich nur einzig und alleine an der gegnerischen Torhüterin lag, die volle Pulle angerannt und mit ca. 100 km/h aufs Tor warf! J
Im zweiten Spiel sollte sich gegen die Nordies in Nature aus Kassel regeneriert werden, was auch klappte. Dadurch, dass wirklich alle Teufel liefen, ob mit oder ohne Ball, war es nicht nur ein ansehnliches Spiel, sondern auch ein klarer Sieg in zwei Sätzen. Prima Mädels, ab jetzt immer so!
Im der weiteren Spielpause vernichteten wir unser Fässchen, was nur durch die guten Connecies von Marco+Micha zu den Dönerchefs toleriert wurde, um dann zum letzten Spiel des Abends (immerhin war es schon 19.30 Uhr) gegen die Strandhobbits aus Hamburg anzutreten. Gepusht durch das vergangene Spiel fegten wir die Hobbits mit ihren dicken Füssen förmlich vom Platz und gewannen die erste Halbzeit. Dann aber kam der Einbruch, welcher sich bis heute nicht erklären lässt: der Spieß drehte sich, KEINER traf mehr und so stand es nach weiteren 10 min 4:24 für die Hobbits, mit den nun nicht mehr ganz so dicken Füßen- Penalty…darin sind wir ja nun geübt! Inge wirft und trifft, Susi wirft (nach einem Schnick-Schnack-Schnuck mit Uschi) trifft, Maxi bekam den Ball aufn Kopf, Chrissi war mit falscher Seite, Ball und Schritten überfordert – Juli fischt derzeit noch mal einen raus – und Nin verwirft auch. Resultat: Das Aus in der Vorrunde. Blankes Entsetzen und enttäuschte Gesichter war der Lohn für 424 km Fahrt!!
Geknickt und im Glauben, schlimmer könnte es nicht mehr kommen, schnappten wir uns die Duschsachen und gingen zum ARRIBA Bad. Aber es kam schlimmer!!! Aus bislang ungeklärten Gründen verbot man uns - als auch allen anderen Handballspielern - den Zutritt zum Bad, um sich zu duschen. „Im Außenbereich des Schwimmbad existieren je 5 Duschen, bitte dort duschen!!“ Was? Mit allen Mannschaften? Das Schlimme jedoch waren nicht die Platzangstanfälle unter den Duschen, auch nicht die Anstrengung aller, die ständig unter den „Wechselduschen“ vor Verbrennungen und Erfrierungen wegspringen mussten. Nein, aber was wirklich unverschämt war: Männer wie Frauen mussten sich an der Luft unter freien Himmel abtrocknen, eincremen und anziehen. Mal abgesehen von ca. 10 Kabinen, die zur Verfügung standen und dem Mann, der ständig über den Rasen lief um den Müll einzusammeln. DAS war eine wirkliche Zumutung!!
Aber wie man sieht haben wir auch das überlebt und gingen zurück auf den Acker um den Grill anzuschmeißen. Nachdem wir alles abgrillten, drängte Nin zum Aufbruch, die schon mit M&M Samstagnacht nach Hause fuhr, und die Runde wurde mangels Stühle aufgelöst. Der Rest vergnügte sich noch mehr oder minder lange im Partyzelt, verbrachte eine weitere Nacht nicht ganz so frierend im Zelt, um dann morgens nach ausgiebigem Frühstück und einem kurzen Ausflug im Schwimmbad die Heimreise anzutreten. Wie trostlos ein Turnier doch sein kann, wenn man sonntags nicht mehr spielen darf.
Bleibt nur zu hoffen, dass wir entweder kommendes Wochenende in Herrenberg noch mal punkten, oder aber die derzeitige Punktezahl von 38 und ein guter 12. Platz in der Rangliste zur Teilnahme in Cuxhaven reicht. Schließt dies also mit in Euer Nachtgebet ein.
In diesem Sinne, bis Donnerstag 19.45 Uhr bei Uschi zum „Bully bequetschen!!“ J!
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